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Braintoll

App-Blocker im Vergleich: die besten Apps für Android und iPhone

Vom Braintoll-Team · · 10 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Den einen besten App-Blocker gibt es nicht, es kommt darauf an, wie streng er sein soll. Kostenlos startest du am besten mit ScreenZen: Wartezeiten, Limits und Zeitpläne auf Android und iPhone. AppBlock und Opal sperren streng nach Zeitplan, one sec schiebt eine Pause vor die App, Freedom sperrt auch den Computer. Braintoll, unsere eigene App, verlangt stattdessen ein paar Lernkarten. Bildschirmzeit und Digital Wellbeing sind ebenfalls kostenlos, lassen sich aber leicht übergehen.

Illustration: ein Smartphone mit App-Kacheln hinter einem geschlossenen Vorhängeschloss, daneben eine Sanduhr und ein Schlüssel
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Ein App-Blocker hindert dich daran, bestimmte Apps zu öffnen, oder macht es dir zumindest schwerer. Manche sperren nach Zeitplan, manche schieben eine Pause dazwischen, andere verlangen eine Gegenleistung. Die Unterschiede sind groß: wie streng die App ist, was sie kostet und was sie auf deinem Handy sehen darf.

Fast alle Listen der „besten App-Blocker“ stammen vom Hersteller einer der Apps darauf. Das gilt auch für diese, denn Braintoll ist unsere App. Deshalb lässt sich hier alles nachprüfen: Tarife und Preise stammen von den Preisseiten und Store-Einträgen der Anbieter (Stand: Oktober 2026), und wir sagen dazu, wo eine andere App besser passt. Einen Langzeittest aller Apps haben wir nicht gemacht.

Die besten App-Blocker im Überblick

App Wie sie dich bremst Kostenlos Bezahlt Plattformen
Bildschirmzeit, Digital Wellbeing Limits und Zeitpläne Vorinstalliert Entfällt iPhone, Android
ScreenZen Wartezeit, Limits, strenge Sperren Ja Trinkgeld freiwillig iPhone, Android
AppBlock Harte Sperre, Zeitpläne Ja, mit Grenzen Rund 30 € im Jahr Android, iPhone, Browser
Opal Harte Sperre, Sessions Eine Regel 99,99 € im Jahr iPhone, Android, Mac
one sec Pause vor dem Öffnen Eine App Rund 15 € im Jahr iPhone, Android, Browser
Freedom Harte Sperre auf allen Geräten Ja, ohne Locked Mode Rund 40 $ im Jahr Handy und Computer
Forest Fokus-Timer mit Baum Timer, Sperre für eine App Je nach Store iPhone, Android, Browser
Brick Physischer Anhänger beendet die Sperre Nur mit Gerät Rund 60 €, einmalig iPhone, Android
Braintoll Ein paar Lernkarten Eine App, unbegrenzt Karten Premium: alle Apps Android, iPhone
Cold Turkey Harte Sperre am Computer Nur Websites Einmalkauf Windows, Mac

Euro-Preise laut deutschem App Store, Freedom laut US-Eintrag, Brick laut Testberichten. Preise ändern sich oft und unterscheiden sich je nach Store, schau also vor dem Abschluss noch einmal nach.

Die Apps einzeln, und für wen sie passen

Bildschirmzeit und Digital Wellbeing: damit fängst du an

Beides ist kostenlos und schon auf deinem Handy. Für eine klare Grenze wie „nach 23 Uhr kein Social Media“ reicht das oft. Die Schwäche ist der Ausgang: Auf Android gönnst du dir mit einem Tipp eine Pause vom Konzentrationsmodus oder löschst den abgelaufenen App-Timer. Auf dem iPhone lässt sich ein Limit ignorieren, solange es kein Code schützt, den du nicht kennst. Die einzelnen Schritte stehen in unserer Anleitung Apps sperren auf iPhone und Android.

ScreenZen: der beste kostenlose App-Blocker

ScreenZen lässt dich warten, bevor sich eine ausgewählte App öffnet. Dazu kommen Limits pro App, Zeitpläne, strenge Sperren und eine Sperre für die Einstellungen. Die App ist auf beiden Plattformen kostenlos. Im App Store gibt es freiwilliges Trinkgeld, und eine Bewertung dort berichtet, dass es Zusatzfunktionen freigeschaltet hat, ein paar Dinge können also daran hängen. Für die meisten ist ScreenZen nach den Bordmitteln der erste Versuch wert.

Schwachstelle: Auch an eine Wartezeit gewöhnt man sich, und die strengen Optionen musst du erst einrichten.

AppBlock: Zeitpläne und strenger Modus, besonders auf Android

AppBlock sperrt Apps und Websites nach Zeitplan. Der Strict Mode macht es deutlich schwerer, die Sperre wieder aufzuheben. Die kostenlose Version ist begrenzt, aber brauchbar: Auf Android gibt es Quick Block für 3 Apps und 3 Websites, bis zu 3 Zeitpläne und den Strict Mode für bis zu 24 Stunden, auf dem iPhone 2 Zeitpläne und den Strict Mode für bis zu 12 Stunden.

Schwachstelle: In der kostenlosen Version ist der Strict Mode zeitlich begrenzt, und einige seiner Bedingungen gibt es nur gegen Bezahlung.

Opal: schön gemacht und am teuersten

Opal sperrt Apps in Sessions und nach Zeitplan, dazu gibt es einen Fokus-Score und eine sehr aufgeräumte Oberfläche. Der Deep-Focus-Modus lässt sich nur im Notfall vorzeitig beenden. Kostenlos ist genau eine Regel, für die strengsten Einstellungen und unbegrenzt viele Regeln brauchst du Pro für 99,99 € im Jahr. Studierende können bis zu 50 Prozent Rabatt beantragen.

Schwachstelle: der Preis, für etwas, das die günstigeren Apps auch können.

one sec: eine Pause mit Forschung dahinter

one sec zeigt vor dem Öffnen eine kurze Atemübung, danach gehst du weiter oder lässt es bleiben. Der Erfinder der App hat selbst eine Studie dazu mitverfasst, mehr dazu unten. Für eine App ist one sec kostenlos, Pro kostet im deutschen App Store 14,99 € im Jahr.

Schwachstelle: Sie hält dich nicht auf. Hast du dich schon fürs Scrollen entschieden, ändern ein paar Sekunden daran nichts.

Freedom: für Handy und Computer

Freedom sperrt Apps und Websites gleichzeitig auf Windows, Mac, iPhone und Android. Das ist wichtig, wenn du sonst einfach zum Laptop wechselst, sobald das Handy gesperrt ist. Es gibt eine kostenlose Version, der Locked Mode, mit dem du eine Sperre nicht mehr abbrechen kannst, kostet aber extra. Brauchst du nur den Computer, ist Cold Turkey die strenge Alternative: Das Sperren von Apps und die Sperrfunktionen gibt es per Einmalkauf in der Pro-Version, fürs Handy gibt es Cold Turkey nicht.

Forest: wenn Belohnungen bei dir wirken

Du startest einen Timer, ein virtueller Baum wächst, und wenn du aufgibst, geht er ein. Die Grundversion ist inzwischen kostenlos, inklusive Sperre während der Session und einer wiederkehrenden Sperre für eine App oder Website. Forest Plus bietet mehr.

Schwachstelle: Forest ist auf Sessions ausgelegt, die du selbst startest. Das hilft bei Lern- und Arbeitsblöcken, weniger beim schnellen Griff zum Handy zwischendurch.

Brick: eine Sperre, zu der du hinlaufen musst

Brick ist ein kleiner NFC-Anhänger, nicht nur eine App. Du hältst das Handy daran, um eine Sperre zu starten, und musst es zum Beenden wieder daran halten. Lass den Anhänger also zu Hause oder im anderen Zimmer. Im Test von Consumer Reports sank die Bildschirmzeit an manchen Tagen unter 3 Stunden, an anderen lag sie weiter über 5, weil die Sperre immer wieder aus scheinbar guten Gründen aufgehoben wurde. Dazu kommen fünf Notfall-Entsperrungen.

Schwachstelle: Du zahlst für Hardware, und wer den Anhänger mitnimmt, hat wenig davon.

Braintoll: Zoll in Lernkarten statt einer Mauer

Braintoll ist unsere App. Öffnest du eine gesperrte App, kommen zuerst ein paar deiner Lernkarten. Beantworte sie, bewerte genug davon mit „Leicht“, und die App öffnet sich für die eingestellte Zeit. Ist sie abgelaufen, wird wieder ein Zoll fällig, auch mitten beim Scrollen. Die Sekunden, die der Griff zum Handy sonst kostet, gehen so in Vokabeln oder Klausurstoff, geplant mit Spaced Repetition.

Schwachstelle: Du brauchst etwas, das du lernen willst, und mit Meine Aufmerksamkeit behalten steigst du jederzeit aus, ohne dass dich eine Sperre zwingt. Auf dem Computer läuft Braintoll nicht, und auf Android sperrt es den Browser nur als Ganzes, keine einzelnen Websites.

Helfen App-Blocker wirklich?

Die Forschung sieht gut aus, hat aber Haken:

  • Pausen: In einer Studie von 2023 zu one sec schlossen die Nutzer die App bei 36 Prozent der Versuche wieder, und das tatsächliche Öffnen ging in sechs Wochen um 57 Prozent zurück. Verglichen wurde allerdings die erste mit der sechsten Woche, nur bei den 280 von 719 Angeworbenen, die dabeiblieben, und einer der Autoren hat die App erfunden. In einem weiteren Experiment wirkte das klare Angebot, wieder auszusteigen, am stärksten. Die Wartezeit brachte darüber hinaus nichts, und ein Hinweistext wirkte für sich allein gar nicht.
  • Selbst gesetzte Limits: In einem großen Experiment von Hunt Allcott und Kollegen ging die Nutzung spürbar zurück, wenn Menschen ihre künftige Bildschirmzeit selbst begrenzen konnten. Ihr Modell führt rund 31 Prozent der Social-Media-Nutzung auf Probleme mit der Selbstkontrolle zurück.
  • Harte Sperren: In einer Studie von 2025 unter Leitung von Noah Castelo sperrten Teilnehmende zwei Wochen lang das gesamte mobile Internet auf dem iPhone. Die Bildschirmzeit fiel von 314 auf 161 Minuten am Tag, Wohlbefinden, psychische Gesundheit und Daueraufmerksamkeit verbesserten sich. Von 467 Teilnehmenden installierten aber nur 266 die Sperre, und nur 119 hielten sie mindestens 10 Tage lang durch.

Diese letzte Zahl hilft bei der Auswahl am meisten. Eine sehr strenge Sperre kann viel bringen, nur halten die meisten sie nicht durch. Nimm also die strengste App, die du auch nach zwei Wochen noch eingeschaltet lassen würdest.

Apps sperren auf Android: was die Berechtigung sieht

Auf Android verlangen die meisten Blocker die Bedienungshilfen-Berechtigung, weil sie damit erkennen, welche App gerade im Vordergrund ist. Diese Berechtigung ist mächtig. Gedacht ist sie für Menschen mit Einschränkungen, und Schadsoftware hat sie schon zum Ausspionieren missbraucht. Wer sie zu anderen Zwecken nutzt, muss das laut Google-Play-Richtlinie in der App offenlegen und deine Zustimmung einholen. Du kannst also vergleichen, was die Apps dazu sagen:

App Was sie zur Berechtigung sagt
AppBlock Nutzt die Bedienungshilfen zum Sperren von Inhalten
Opal Nutzt sie ab Android 14, um die Apps auf deiner Sperrliste zu verwalten
one sec Erkennt und unterbricht die gewählten Apps; Daten bleiben laut eigener Aussage auf dem Gerät
ScreenZen Nutzt sie zum Sperren von Websites
Forest Time Guard erkennt damit, welche App aktiv ist
Freedom Sperrt die gewählten Apps und Websites; nutzt zusätzlich die Geräteverwaltung gegen das Deinstallieren
Braintoll Liest nur den Paketnamen der App im Vordergrund, nie Nachrichten, Eingaben oder Bildschirminhalte

Das sind Aussagen der Hersteller aus ihren Einträgen im Play Store, von außen nachprüfen kannst du sie nicht. Lies also vor dem Erlauben den Store-Eintrag und den Hinweis in der App. Fehlt bei einer unbekannten App eine klare Aussage, nimm lieber eine andere.

Funktioniert ein Blocker auf deinem Android-Handy plötzlich nicht mehr, sieh zuerst in den Akku-Einstellungen nach. Die Energiesparfunktionen mancher Hersteller beenden Apps im Hintergrund, nimm den Blocker also von der Optimierung aus.

App-Blocker auf dem iPhone

iOS verrät keiner App, was du gerade öffnest. Die meisten Blocker bauen deshalb auf Apples Bildschirmzeit auf. Du wählst die Apps in Apples eigener Liste aus, und der Blocker bekommt nur anonyme Kennungen statt App-Namen. Das schützt deine Daten und macht die Sperre schwer zu umgehen. Der Haken: Nach dem Freischalten kann ein Blocker dich in der Regel nicht direkt zurück in die App bringen, du öffnest sie also oft selbst noch einmal. Das gilt auch für Braintoll.

Welcher App-Blocker zu dir passt

  • Du willst erst mal kostenlos testen: ScreenZen, nach den Bordmitteln.
  • Du brauchst feste Zeiten ohne Diskussion: AppBlock, oder Opal, wenn dir das mehr Geld wert ist.
  • Du öffnest Apps aus Reflex, nicht weil du sie brauchst: one sec, ScreenZen oder Braintoll.
  • Du schaltest jede App irgendwann wieder ab: Brick, weil der Ausschalter woanders liegt.
  • Du wechselst zum Laptop, sobald das Handy gesperrt ist: Freedom, oder Cold Turkey für den Computer.
  • Dich motivieren Serien und Belohnungen: Forest.
  • Du musst sowieso etwas lernen: Braintoll. Weitere Möglichkeiten fürs Lernen findest du unter Handy-Ablenkung beim Lernen.

Wenn eine Sperre immer nur Nein sagt

Viele installieren einen strengen Blocker, ärgern sich beim ersten Mal, wenn er im Weg ist, und schalten ihn wieder ab. Braintoll bietet einen anderen Tausch: Du kommst immer rein, zahlst aber mit einer Minute Lernen. Schreib deine Karten selbst, starte mit einem fertigen Set, importier ein Anki-Deck oder lass die KI sie aus einem Thema, deinen Notizen oder einem PDF erstellen. Für eine App mit unbegrenzt vielen Karten ist Braintoll kostenlos, auf Android und iPhone, und es läuft auch neben allen oben genannten Apps.

Willst du eine Sperre, mit der sich nicht verhandeln lässt, nimm eine davon, oder kombiniere: harte Sperre für Arbeits- und Lernzeiten, Zoll für den Rest des Tages. Den direkten Vergleich findest du unter one sec und Opal: die Alternative.

Häufige Fragen

Welcher App-Blocker ist der beste?

Einen besten für alle gibt es nicht, es kommt darauf an, wie streng er sein soll. ScreenZen ist ein guter kostenloser Start, AppBlock und Opal sperren streng nach Zeitplan, one sec schiebt eine Pause dazwischen, und Freedom sperrt auch den Computer. Nimm den strengsten, den du nach zwei Wochen noch nutzen würdest.

Welcher App-Blocker ist kostenlos?

Am meisten bietet ScreenZen, auf Android und iPhone, mit freiwilligem Trinkgeld statt Abo. Bildschirmzeit und Digital Wellbeing sind kostenlos und vorinstalliert, lassen sich aber leicht übergehen. AppBlock, Opal, one sec, Freedom, Forest und Braintoll haben kostenlose Versionen mit Grenzen.

Wie kann ich Apps auf Android sperren?

Ohne Zusatz-App geht das mit Digital Wellbeing: App-Timer oder Konzentrationsmodus. Strenger wird es mit AppBlock und seinem Strict Mode, komplett kostenlos mit ScreenZen. Die meisten dieser Apps brauchen die Bedienungshilfen-Berechtigung, lies also vorher, wofür sie sie laut eigener Aussage nutzen.

Ist ein Social-Media-Blocker etwas anderes als ein App-Blocker?

Meist nicht. Ein Social-Media-Blocker ist in der Regel ein App-Blocker, den du auf Instagram, TikTok und Co. richtest. Nutzt du diese Dienste auch im Browser, sperr die Websites gleich mit, sonst weichst du einfach dorthin aus.

Lassen sich App-Blocker umgehen?

Ja, wirklich unknackbar ist keiner, denn auf deinem eigenen Handy kannst du Einstellungen ändern oder Apps löschen. Strenge Modi, ein Bildschirmzeit-Code von jemand anderem oder ein physischer Anhänger machen es aber deutlich schwerer. Sinnvoller ist meist ein Blocker, den du gar nicht umgehen willst.

Braintoll steht in keiner Verbindung zu Apple, Google, ScreenZen, AppBlock, Opal, one sec, Freedom, Cold Turkey, Forest oder Brick. Alle Produktnamen sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.

Mach deinen nächsten Griff zum Handy sinnvoll.

Braintoll stellt ein paar Lernkarten zwischen dich und die Apps, die deine Aufmerksamkeit fressen — so lernst du bei jedem reflexhaften Öffnen etwas dazu.